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Aber das ist ein anderes
Kapitel
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Aber das ist ein anderes Kapitel
"Wir Leser sind auf Augenhöhe mit den Protagonisten,
schauen ihnen beim Nachdenken über Lebensziele und Ideale,
Sorgen und Zweifel zu. Gekonnt verwebt Hammerthaler die verschiedenen
Zeitebenen, geschickt wechselt er die Erzählperspektive. Er
mag seine Figuren mit all ihren Fehlern und Schwächen. Den
Ich-Erzähler Philipp etwa in seiner Naivität und Unbekümmertheit,
die dazu führen, dass er sich, einmal von revolutionärer Euphorie
ergriffen, in die abstruse Entführung des "Großkapitalisten"
Herfurth hineinspintisiert. Und natürlich kolossal scheitert.
Die Episode besitzt, wie der gesamte Roman, Witz und Drive
- den Drive eines VW Käfers, der in seinen blau-weißen Farben
"wie eine Niveadose" aussieht. Und sie offenbart gerade durch
ihr Spiel mit Klischees - der "Ausbeuter" Herfurth raucht
natürlich dicke Zigarren - einen ernsten Kern, der dem Roman
seine historische Perspektive verleiht. Denn was den Entführungsplan
so lächerlich macht, den Philipp gemeinsam mit dem Freak Pete
ausheckt, ist, dass ihm ein Überbau fehlt, der die Handlung
legitimieren würde. Dieser Überbau ist heute nicht mehr zu
haben, im Gegensatz zu den sechziger und siebziger Jahren,
deren Freiheitsdiskurse den unausgesprochenen Hintergrund
für Tomás´ Kampf gegen das Somoza-Regime bilden."
Süddeutsche Zeitung
"Aber mit dem Thema Freiheit wird der Zynismus
in Schach gehalten."
Rundfunk Berlin-Brandenburg
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